Berichte und Geschichten rund um den Akita
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| Um eine Hunderasse wie den Akita ranken sich eine ganze Reihe von Geschichten und wohl auch Legenden, wie z.B. um den in Japan legendären Hachiko. Auf den hier folgenden Seiten finden sich Berichte und Geschichten von Akita Club Mitgliedern über Begebenheiten und Abenteuern die sie mit und um den Akita erlebt haben. |
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Reisebericht vom Züchterbesuch in JapanUntertitel: „Die Vier“Am Donnerstag, den 05.12.02 um 9.00 Uhr, trafen sich in Frankfurt am Flughafen 4 Personen, eine Rheinländerin, eine Baden-Württembergerin, eine Bayerin und ein Schweizer. Alle zusammen hatten eine furchtbare Krankheit: „Extremes Reisefieber mit einem Anflug von zentralisierter Flugangst!“ Nach aufgeregtem Schnattern bis hin zur Überlegung wieder nach Hause zu fahren und einem filmreifen Abschied von den Familienangehörigen, checkten die Vier ein und saßen um 11.00 Uhr ziemlich kleinlaut in der Maschine nach Amsterdam. In Amsterdam angekommen, war der Überlebenswille schon wieder auf fast 100% gestiegen und sie betraten todesmutig den Flieger nach Japan. Am 06.12.02 um 10.00 Uhr landeten die Vier in Osaka am Kansai Airport. Müde, (sie hatten im Flieger kein Auge zu gemacht, Mann/Frau könnte ja was verpassen) aber froh in Japan zu sein, wurden sie schon von Hr. Awashima, Hr. Shimada und Hr. Suzuki erwartet. Nach einer herzlichen Begrüßung und Austausch von Geschenken, bugsieren die drei Herren flott die Vier samt Gepäck in zwei Autos und ab ging es durch die Berge nach Koyasan zu einem Züchter. Am Ziel angekommen, wurden sie herzlich von dem Züchter empfangen und erst mal mit Tee und Kuchen versorgt. Danach konnten die Vier ein paar wunderschöne Hunde betrachten, die Bayerin hatte sich sofort in einen 4 Monate alten Rüden verliebt, aber leider war er nicht verkäuflich. Anschließend führte der Züchter die Gruppe durch die nahegelegene Tempelstadt, die sehr eindrucksvoll war. Nach einem Palaver bei Tee und Kaffee, traten die zwei voll bepackten Autos wieder die Rückreise nach Osaka an. Während der Rückreise, gab es ein paar Unterbrechungen, da der Magen des Schweizers mit dem japanischen Fahrstil und den Serpentinen nicht ganz einverstanden war. (Es gab doch noch eine Steigerung zum Fliegen) Zurück in Osaka, wurden die Vier in ein Restaurant verschleppt, wo schon Züchter und der Vorstand des Akiho auf sie warteten. Bei einem fantastischen Fondue, reichlich Asahi Bier und Sake (japanischen Reiswein) wurde bis in die Nacht geplaudert. Nach mehreren Anläufen der Vier, das Restaurant zu verlassen, sie wurden immer wieder an der Tür von jemanden abgefangen, einmal zu einer Tasse Tee, ganz schnell noch eine Schale Obst, was jedesmal bedeutete Jacke und Schuhe ausziehen, landeten sie gegen Mitternacht, nach 40 Std. ohne Schlaf, völlig erschlagen in ihren Hotelzimmern. Aber an Schlaf war natürlich nicht zu denken, jetzt mussten die ersten Eindrücke besprochen und verarbeitet werden. Trotz der vergangenen stressigen Stunden, saßen sie am nächsten Morgen gutgelaunt mit Hr. Awashima und Hr. Suzuki beim Frühstück und besprachen den folgenden Tag. In dem gleichen Hotel fand am Abend eine Züchterveranstaltung statt, zu der die Vier eingeladen waren. Außerdem trafen im Laufe des Tages die ersten Aussteller mit ihren Hunden ein, da der Austellungsort am Sonntag gleich in der Nähe lag. So hatten die Vier, die Möglichkeit vor Ort sich die verschiedenen Hunde anzusehen und mit den Züchter/Ausstellern Kontakt aufzunehmen. Am Nachmittag besuchte die Gruppe einen Züchter in Osaka, der in einem wunderschönen orginal eingerichteten japanischen Haus wohnte, nicht nur bildschöne Hunde, sondern auch Kois und Bonsai züchtete. Auch hier war die Gastfreundschaft überwältigend, geduldig wurden alle Fragen der Vier beantwortet. Gegen 18.00 Uhr begann das Züchtermeeting im Hotel. Nach der Vorstellung der einzelnen Teilnehmer, hielt Hr. Kamisato einen Vortrag über die Rasseteilung. Im Anschluss daran, erläuterte die Bayerin die Zuchtvoraussetzungen bzw. das Zuchtgeschehen in Deutschland. (Hr. Awashima hatte im Vorfeld darum gebeten.) Nach einer ruhigen und sachlich geführten Diskussion, bei der auch viele Fragen beantwortet wurden, ging man zum gemütlichen Teil über. Bei einem großartigen Büffet wurde dann fleißig weiter gehundelt. Der Sonntagmorgen begann mit Packen. Hr. Awashima hatte den Vieren am Samstag mitgeteilt, morgen ziehen wir, nach der Ausstellung, in ein anderes Hotel um! Nach einem reichhaltigen Frühstück wurde das Gepäck in die Autos verstaut und ab ging es zur Ausstellung. Die Vier waren natürlich furchtbar aufgeregt, was sich wieder mal in aufgeregtem Schnattern und kleinen Vergesslichkeiten äußerte, 166 Hunde waren gemeldet, soviele hatten sie noch nie auf einen Haufen gesehen. Nach der Vorstellung der einzelnen Richter, das waren beinahe soviel wie Hunde, ging es endlich los. Von diesem Zeitpunkt an, verloren die Vier leicht den Überblick. Der Grund, im ersten Durchgang bei dieser Ausstellung, wurden alle Klassen zusammen in einem Ring, der aber in verschiedene kleinere Ringe (Kreise) unterteilt war, gerichtet. Das bedeutet, dass auf einen Schlag ca 160 Hunde in den Ring strömten. Trotz der anfänglichen Verwirrtheit, wurden aber alle Hunde von oben, unten, hinten und vorne fotographiert. Schließlich hatten die Vier einen halben Fotoladen importiert. Leider fing es gegen Mittag an zu regnen, was aber den Enthusiasmus der Gruppe keineswegs schadete. Da es mit dem Regen auch ziemlich abkühlte, wurden im Richterzelt, wo sich die Vier aufhalten durften, Kohlebecken aufgestellt. Sie beschlagnahmten sofort eine dieser wärmenden Quellen und verfolgten weiter das Geschehen. Nach einer kurzen Pause, wo auch für das leibliche Wohl gesorgt wurde, ging es dann mit dem zweiten Teil der Ausstellung weiter. Diesmal wurden die Klassen einzeln im Ring bewertet, allerdings nur nach dem Aussehen, also keine Gebisskontrolle, Gangwerk usw. Jetzt war es den Vieren auch möglich, sich nach seinem jeweiligen Topfavoriten bei Hr. Awashima zu erkundigen. Dieser übersetzte geduldig alle Informationen, die im Ausstellungskatalog niedergelegt waren und sprach auch die jeweiligen Züchter, sofern anwesend, an. Leider war keiner dieser Hunde verkäuflich. Nach dem die Ausstellung beendet war, fuhren die Vier mit ihren Begleitern in das neue Hotel. Das Zimmer lag im 34ten Stock, was bei der Bayerin ein leichtes Unwohlsein auslöste und sie sofort das Bett wählte, dass am weitesten vom Fenster entfernt stand. Nachdem das Nötigste ausgepackt war, trafen sich die Vier mit Hr. Awashima und Hr. Shimada zum Abendessen. (Hr. Suzuki war am Morgen nach Tokio zurück gefahren) Nun trug es sich zu, dass die Herren nach dem Abendessen, doch eine gewisse Bettschwere hatten und sich in ihr Zimmer zurückzogen, die drei Mädels aber nicht wussten wohin mit ihrem Tatendrang. Also wurde kurzerhand von der Rheinländerin beschlossen., sie gehen in dem am Hotel angrenzenden Einkaufszentrum shoppen. So warfen sich die Drei, ohne Dolmetscher und Führer, kläglich ausgerüstet mit ein paar, gerade gelernten japanischen Wörtern ins japanische Einkaufsnachtleben. Nach anfänglichen vortastenden Versuchen in diversen Geschäften, wurden sie doch zusehens mutiger und entwickelten eine gewisse Selbstständigkeit. Als wahre Goldgrube stellte sich ein Bücherladen heraus, der nicht nur mehrsprachige Bücher, sondern vom Briefpapier bis zur CD alles führte. Aber es gab noch eine Steigerung, der nette junge Verkäufer verstand auch noch Englisch, dass lag weit über den Erwartungen. Voll bepackt mit Dies und Dem aus jedem Laden, schließlich konnten sie ja nicht einfach durch einen Laden gehen ohne etwas zu kaufen, dass wäre sehr unhöflich gewesen, kehrten sie übergücklich (gesteigerter Endorphinspiegel) in ihr Hotel zurück. Im Zimmmer angekommen, wurden die Schätze (jap. Nudelsuppe, getrocknete Kuhstreifen, Asahi Bier, Lesezeichen, Briefpapier usw.) auf dem Bett ausgebreitet und noch einmal gebührend bewundert. Nachdem die Baden-Württembergerin die Vitamine und den Aloe Vera Saft (schließlich musste man in dieser stressigen Zeit auf eine gesteigerte Vitaminzufuhr achten) verteilt hatte, zog die Nachtruhe, auch nach dem letzten gewisperten Geschnatter, ein. Am Montag, nach dem Frühstück im 54 ten Stock, stürzten sich die Vier, jetzt wieder vollständig, mit ihrem Gastgeber und Dolmetscher Hr. Awashima, auf das japanische U-Bahnsystem. Sie wollten nach Wakayama, die Shogunburg besichtigen und anschließend in Wakayama bummeln! Nachdem das Ticket für die Fahrt ziemlich problemlos gelöst wurde, stiegen sie in die U-Bahn „Richtung Wakayama“ ein und erreichten ihr Ziel, nach einigen Sprints von der einen Bahn zur Anderen, Hr. Awashima immer voraus, nach 1 Stunde. Die Burg war ein wahrer Augenschmaus für die Vier, allerdings entfachten die umliegenden Gärten einen wahren Begeistungsausbruch. Die Krönung indes, war eine Einladung zu einer traditionellen Teezeremonie in einem der Teehäuser. Nachdem alles besichtigt, viele Fotos gemacht waren, stand nun das Bummeln an. Für diesen Zweck wurde der nächste Souvenierladen angesteuert, nach einem überfallartigem Eindringen in den Laden, kamen die Vier aus dem Oh und Ah garnicht mehr heraus, selbst der Schweizer konnte sich dem Endorphinschub nicht entziehen. Nach ein paar schwierigen Entscheidungen, (dies oder das, oder doch beides) wurde eine sichtlich erschöpfte Verkäuferin zurück gelassen. Aber Einkaufen machte nicht nur glücklich sondern auch hungrig, also beschlossen sie, ihren letzten Abend in Wakayama bei einem guten Abendessen zu verbringen. Im Hotel angekommen, standen die Vier vor einer schwierigen Aufgabe, es musste gepackt werden und vorallem die ganzen Errungenschaften untergebracht werden. Aber nach vielem Hin und Her, unflätigen Bemerkungen und unter Einsatz körperlicher Gewalt, waren die Koffer dann doch gepackt. Sichtlich erschöpft, wurden noch ein paar Eindrücke ausgetauscht, bevor sie zu Bett gingen. Am nächsten Morgen wurden die Vier von Hr. Awashima und Hr. Shimada zum Flughafen begleitet. Während sie auf das Einchecken warteten, wurden noch einmal die letzten Wünsche, was den bevorstehenden Hundekauf betrifft, besprochen. Nach einem herzlichen Abschied, checkten die Vier doch etwas schwermütig, dieses tolle Land schon verlassen zu müssen, ein. Es gab auch keinen akuten Schub von Reisefieber oder ähnlichem, dafür waren sie mit ihren Eindrücken viel zu beschäftigt und dann startete der Flieger Richtung Heimat. Die Vier Schillinger San, Gottweis San, Bledl San, Frey San Anmerkung der Vier:Es waren unvergeßliche Tage. Von Vorteil war sicherlich auch, dass die Chemie in unserer Gruppe stimmte, was nicht bedeutet, dass wir über das Eine oder Andere nicht kontrovers diskutierten. Natürlich hat sich während unserer Reise sehr viel mehr ereignet, dieses aber zu Papier bringen, würde den Rahmen des Forums sprengen. Schade war sicherlich, dass wir momentan keine Hunde mitbringen konnten, aber es besteht die Absprache, dass wir aus verschiedenen Linien, Junghunde im Frühjahr angeboten bekommen. Sollte es zu einem Hundekauf kommen, werden sie von uns im Mai in Japan abgeholt.Ein herzliches Dankeschön an Angelika und Lutz, durch die eine solche Reise überhaupt möglich war und an unsere Betreuer, Hr. Awashima, Hr. Suzuki und Hr. Shimada. |